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17. März 2022

Arbeit mit dem Skatnachwuchs

Zur Arbeit mit dem Skatnachwuchs in schwierigen Corona-Zeiten berichtet Matthias Schild – Splitter aus dem LV 9 Sachsen

Die Arbeit mit unserem Skatnachwuchs ist unter den derzeitigen Bedingungen der Coronabestimmungen nicht einfacher geworden. Trotz Ausfall von Veranstaltungen wie der letztjährigen DSJM in Goslar; der Sächsischen Schüler- und Jugendmeisterschaften und weiterer Veranstaltungen im Jugendbereich bleiben die Verantwortlichen für die Jugendarbeit am Ball.

In der VG Chemnitz wurde von Skatfreund Bernd Eckart aus Chemnitz das jährlich stattfindende Jung-Alt-Tandem-Skatturnier aus der Taufe gehoben. Dabei handelt es sich um einen Tandemwettbewerb wo je ein Nachwuchsskater und ein „alter Hase“ in einem Tandem, mit anderen Tandems die Kräfte messen. Dies hat nicht nur die jungen Skatspieler begeistert. Es konnten sogar einige Mixed-Partner als Neumitglieder für Vereine gewonnen werden.

Desweitern haben die Chemnitzer unter Federführung von Bernd Eckart und dem VG-Vorsitzenden Bernd Tittmann eine Skatschule gegründet. Angefangen mit 4 Teilnehmern wuchs die Gruppe innerhalb von 2 Jahren auf 10 Schüler und Jugendliche.

Hauptaugenmerk ist hier nicht nur, dass die Schüler und Jugendlichen das ABC des Skatspielens erlernen; sondern es soll ihnen die Freude an den Skatspielen vermittelt werden. Gleichzeitig lernen sie, dass zum Skatspielen Geduld und Disziplin gehören. Ihre mathematischen Grundkenntnisse und deren Anwendung sind deutlich verbessert worden.

Neben den Lerntagen (in der Regel sonnabends) gibt es auch andere Freizeitaktivitäten. Wir waren schon beim Bowling, in einer Falknerei und in Kürze werden wir töpfern gehen.

Die gemeinsame Arbeit hat sich auch schon in den Leistungen und Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler bemerkbar gemacht.

Mittlerweile ist in der VG Chemnitz ein ehemaliger Junior – Jugendbeauftragter der Verbandsgruppe!

In Lichtenstein wurde durch den ehemaligen Lehrer und Skatfreund Burchhardt eine Skat AG ins Leben gerufen. Dort kam auch das neue Starterset für die Jugendarbeit zum Einsatz. Die Schüler- und Jugendlichen zeigen großes Interesse und konnten schon für den Skatverein gewonnen werden und vertreten die VG bereits zur DSJM in Magdeburg.

Die Jugendarbeit der VG Leipzig, die vorrangig im Keplergymnasium Leipzig stattfindet, hat sich mit Beginn des letzten Schuljahrs hervorragend entwickelt. Ilona Häußer, die Jugendbeauftragte dieser VG, unterrichtet in dieser Schule Mathematik und Physik, vorrangig in den 5. und 6. Klassen. Sie konnte durch gezielte Werbung vor allem in diesen Klassenstufen eine Mitgliederzahl von 18 Schülern und 9 Jugendlichen erreichen, Tendenz weiter steigend. Montag nachmittags finden im Ganztagsangebot die 90-minütigen Übungen für Fortgeschrittene, mittwochs die für die Neuanfänger im Skatsport statt. 4 neue Interessenten kommen mit Beginn des 2. Halbjahrs noch dazu.

In einer 5. Klasse ist ein regelrechtes Skatfieber ausgebrochen, in vielen Schulpausen werden die Skatkarten herausgeholt. Alle fiebern der DSJM in Magdeburg zu Pfingsten entgegen und hoffen, dass diese nicht durch COVID- 19 wieder abgesagt werden muss. Die Grundregeln beherrschen fast alle, zurzeit werden noch an Null- und Grandspielen, der Spielerkennung und der Listenführung gearbeitet.

Seit fast drei Jahren führt unsere Präsidentin Angelika Endt im Rahmen des Ganztagsangebots in einer Grundschule mit den dritten und vierten Klassen eine Skat AG.

Jeweils eine Unterrichtsstunde pro Klassenstufe wollen effektiv genutzt sein. Etwa 85% der Schüler haben noch nichts mit Skat zu tun gehabt, genauso wenig mit den Skatkarten. Also Beginn bei null. Aber die Kinder sind wissbegierig und erstaunlich schnell in ihrer Auffassung. Pro AG nehmen 10 Kinder teil.
Wenn es uns dann endlich möglich sein wird, die Schuljahre kontinuierlich durchzuspielen, wäre es denkbar, ausgewählte Schüler der 4. Klasse zur DSJM zu schicken.

Momentan sind wir für jede AG Stunde dankbar und die Schüler sind mit großem Eifer bei der Sache. Doch durch die vielfältigen Unterbrechungen in den letzten 2 Jahren sind die gelernten Sachen vor allen Dingen in der 3. Klasse leider auch schnell wieder vergessen und intensive Wiederholungen sind notwendig. Die Hilfsmittel für die Jugendarbeit Starterset u.a. mit Broschur „SKAT gewusst wie“ sind unverzichtbare Arbeitsmittel!

Die Hoffnung liegt vor allen Dingen darin, dass sie vielleicht im späteren Leben auf einen Skatfreund treffen, der sie an ihre Grundschulzeit erinnert und dass hier Gelernte wieder aufleben lässt.

Gleichlaufend funktioniert dies in der VG Zwickau, wo derzeit am Gymnasium in Glauchau eine Skat-AG mit 14 Schülern der 6. und 7. Klasse aller 14 Tage die Spielkarten „bearbeitet“. Positiv ist zu erwähnen, dass 2 der AG-Beteiligten bei unserem Vereinsabenden mitspielen.

In der VG Dresden hält Skatfreund Hollain die Fahnen mit einer kleinen -aber feinen- Schülertruppe hoch.

Ein weiterer Baustein für die Jugendarbeit ist die Zusammenarbeit über „Ländergrenzen“ hinaus.
So hat sich mit den Skatspielerinnen und Skatspielern – aus dem LV08; VG 85 – „Die Aischgründer Neustadt“ eine richtige Skatfreundschaft entwickelt. Hervorzuheben ist hier das Engagement von Rita Gabriel.
Von Ihr ist auch das UK 18 Skatturnier, mit Teilnehmer aus Thüringen, Sachsen und Oberfranken organisiert worden – ein tolles Event. Leider war durch Covid-19 derzeit eine Wiederauflage nicht möglich.
Natürlich wollen wir die langjährige Zusammenarbeit mit den Nachwuchsskatern aus der Skatstadt Altenburg nicht vergessen.

Das größte Ziel unserer Bambini, Schüler und Jugendlichen ist derzeit die Teilnahme an der kommenden DSJM in Magdeburg und dort gute Ergebnisse zu erzielen.


Wir Ihr alle wisst, ist die Jugendarbeit auch nicht zum Nulltarif zu haben. Der ein oder andere Euro wird schon gebraucht. Dafür kommt – insbesondere für die Kosten zur Teilnahme an der DSJM- unser Jugendsponsoring zum Einsatz.

Beim Jugendsponsoring kauft man für 52 Euro im Jahr eine Lottozahl aus der Ziehung 6 aus 49.
Wenn die Zahl in der Samstagsziehung 6 aus 49 gezogen wird, erhält der Inhaber dieser Zahl einen Gewinn von 4,25 €. Der Jahresgewinn wird bis zu einer Höhe von max. 52,- € mit dem Beitrag für das Folgejahr verrechnet. Eine Auszahlung erfolgt (auch bei Kündigung) nicht. Der „Gewinn“ kommt dann der Jugendarbeit zugute.


Fazit / Zielstellung

Wir haben die Erfahrung gemacht; dass die Qualität der Jugendarbeit durch die handelnden Personen bestimmt wird. Findet man diejenigen die mit Herzblut bei der Sache sind, ist schon ein großer Schritt getan!
Und – Eins dürfen wir nicht tun; zu sagen die Jugend hat kein Interesse am Skat.
Das ist nach unseren Erfahrungen ein Irrtum.
Man darf auch bei Fehlschlägen nicht aufgeben, sondern muss immer weitermachen und auf die Bambini, Schüler und Jugendlichen zugehen.

Wir sind in Sachsen auf einem guten Weg die Grundlagen zu legen. Jetzt müssen wir neben der weiteren Grundlagenarbeit versuchen den nächsten Schritt zu gehen. Wir müssen unseren Skatnachwuchs an die Vereine heranführen; d.h. Teilnahme z.B. an Vereinsabenden oder -nachmittagen; Integrierung in Mannschaften etc.

Lasst es uns anpacken!

Mit skatsportlichen Grüßen und einem Gut Blatt!
Eurer
Matthias Schild / Referent für Jugend und Damen