Aktuelles
2. Bundesliga Süd
Kurtis Erfahrungsbericht vom Ligawochenende
Fast wie im Märchen, so kam mir das Happyend am Ende des vergangenen Ligawochenendes vor. Genauer gesagt war die gute Fee bereits nach Serie 5 wachgeküsst, der Frosch zurück in den Brunnen gesprungen und die böse Hexe zurück hinter den sieben Bergen verschwunden. Nach dem unglaublichen fünften Dreier in Folge waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr von einem Aufstiegsplatz zu verdrängen und konnten die sechste und letzte Serie des Wochenendes und den direkten Wiederaufstieg einfach nur noch in vollen Zügen genießen.
Los ging die buchstäblich wilde Fahrt am Freitag bei mir zuhause im Mannschaftsbus. Zusammen mit Hofi und Andy starteten wir zu sechst von mir aus Richtung Bad Hersfeld. Strategiebesprechung unterwegs: 15 Punkte müssen her. Ziel für Samstag: mindestens 7. Beschluss: einstimmig.
Der Samstag kommt und wir holen tatsächlich ein 9:0. Wir waren zurück im Rennen, auch weil Bad Emstal keinen guten Tag erwischte und gegen unsere Zweite nicht über ein 4:5 hinauskam. In der Luft lag eine Stimmung voller positiver Anspannung,
Fokus, Vorfreude auf den Sonntag. Wir waren punktgleich mit dem 2. Platz und hatten das Gefühl, dass da was geht. Nach dem gemeinsamen Abendessen bin ich nach kurzem Saunagang schlafen gegangen, um die Akkus aufzuladen und für das
Finale am Sonntag top fokussiert zu sein. Das hat sich gelohnt. Und wie.
Es beginnt die erste Serie am Sonntag und wir sind nach kurzer Zeit kilometerweit hinten. Ich glaube zur Hälfte waren es über 1500 Punkte auf 2 und auf 3 Wertungspunkte. Benny schießt das 2:2 und steht zur Halbzeit auf -20. Kurzes Gespräch mit Torsten, der als Einwechsler zur Verfügung stand, danach die Entscheidung: Benny spielt weiter. Okay, dachte ich. Er ist gut gelaunt wie immer und sagt jetzt fröhlich Grand an. Der wird schon noch 1000 machen…. 32. Spiel bei mir am Tisch. Ich stehe auf ca. 750. Wir sind noch immer 1300 Punkte hinten. Da kommt Benny in Saturdaynight-Stimmung an meinen Tisch getanzt und sagt lautstark und für jeden hörbar: „Kurti, ich hab ein gutes Gefühl, wir machen jetzt noch 3 Punkte.“ Die andern am Tisch gucken, als wäre er nicht ganz zurechnungsfähig oder leicht verwirrt. Sie schmunzeln leicht betreten und es geht weiter. Und dann kommen
Kurtis 10 Minuten. Ich weiß nicht warum und woher sie plötzlich kamen, aber sie kamen. Die Buben. Von links, von rechts, von vorne, hinten, oben, unten. Grand, Grand, Grand, Grand, Grand. Einer gigantischer und teurer als der andere. 16 Spiele und 1200 Punkte später hatte ich plötzlich eine 1900 auf der Liste stehen, Benny aus -20 noch 900 gemacht und wir hatten nun mit 4900 Punkten sogar Sigmaringen noch überholt, die mit 4600 Punkten eine wirklich sehr starke Serie spielten. Zur Krönung
des ganzen fallen zeitgleich in dieser Serie in den anderen Rigen unsere direkten Konkurrenten Nürnberg und Bad Emstal auf 0:3 zurück.

Jackpot! Absolut irre! Aber so ist das halt manchmal. Wenns dran ist, ist es eben dran und man muss die Feste halt feiern, wie sie fallen. Die fünfte Serie haben wir von Beginn an noch einmal hochkonzentriert bis zu Ende gespielt. Dann war klar: Wir holen die drei Punkte und die anderen können uns nicht mehr abfangen. Ich hatte kurz mit den Tränen gekämpft. Nach dem bitteren Abstieg letztes Jahr und den langen und harten Monaten der Fehleranalyse und der langen Suche nach neuer Zuversicht war das ein so hochemotionaler Moment für mich, dass ich mich kurz sammeln musste. Dann realisierte ich, dass wir es tatsächlich geschafft hatten. Wir hatten von Platz 5 kommend einen Rückstand von 5 Wertungspunkten egalisiert, einfach weggepustet und waren direkt wieder aufgestiegen. Der Staffelsieg mit sogar 3 Punkten Vorsprung nach Serie 6 war dann am Ende der I-Punkt nach einer 17:1-Kanonade am Wochenende. Logisch, dass im Mannschaftsbus auf der Heimreise gebührend gefeiert wurde. Ich bin super stolz auf uns als Team, nach der Niederlage letztes Jahr so zurückzukommen und hoffe, dass wir unsere nächste Bundesligasaison erfolgreich und mit vollem Fokus gestalten können.
Kurt Drechsel
„Vier Wenzel Flöha-Erdmannsdorf“
Ich wünsche allen Mannschaften ein schönes Restjahr und freue mich auf die nächste Spielzeit.
John Stopfkuchen
Staffelleiter – 2.Bundesliga Süd